Poststempelkatalog Kaisertum Österreich 1804 - 1867




Gerne würden wir Euch einen sehr professionel recherchierten Poststempelkatalog des Kaisertums Österreich 1804 - 1867 vorstellen. Dieser Poststempel Katalog wurde von Rolf Bolten erstellt, dessen Sammelleidenschaft sich zum größten Teil dieser Epoche widmet.

Den Katalog bieten wir frei zur Integration auf anderen Philaseiten an.

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Poststempel Katalog

Poststempel

Kleines Stempel-Handbuch von Rolf Bolten

Kaisertum Österreich
1804 - 1867

  1. Postgeschichte
  2. Gliederung der Stempel "Triest"-Küstenland
  3. Posttarife für Inlandsbriefe ab 1803 Kaisertum
  4. Müller Stempel Abkürzungen Österreich

Postgeschichte

Schon im Mittelalter (1490) ließ Kaiser Maximilian einen Postkurs zwischen Mechelen in den Österreichischen Niederlanden und Innsbruck regelmäßig einrichten. Es war die erste „Post“ auf österreichischem Boden. Ab 1624 wurde von der Familie Paar das innerösterreichische Postwesen übernommen. Das Porto wurde nach Schriftbogen berechnet. 1722 wurde dies gekündigt und das Postwesen wurde verstaatlicht. Das Porto wurde dann Umgestellt auf Länge der Strecke und Gewicht nach Lot.

Österreichisches Kaisertum

Nach Einführung der Conventionsmünze 1817 gab es neue Tarife, und die Poststempel wurden wieder obligatorisch. Die hier gezeigte „TRIEST“ Sammlung umfasst Francobriefe (vom Absender bezahlt) und Portobrief, sowie die ersten Markenserien 1 - 5 des Kaisertums.

Zur Zeit der Einführung der Briefmarken am 1. Juni 1850 umfasst das „Kaisertum Österreich“ das heutige Österreich, sowie Böhm en und Mähren, Ungarn, Galizien, die Bukowina, Siebenbürgen, Temesvar Banat, Slowenien, Kroatien, Dalmatien, das Küstenland, die nördichen Teile Serbiens, sowie die Gebiete der Lombardei, Venetiens und das heutige Lichtesteins.

Zu den Stempeln ist zu sagen, dass sie meistens nach dem Willen der Postmeister geschnitten wurden und daher alle möglichen Varianten aufweisen. Auch wurden die alten Stempel von Triest bei hohem Postaufkommen, und auch als Ankunftstempel über Jahre hinaus verwendet.

„Triest–Trieste“
im Kaisertum Österreichs von 1804 bis 1867

Triest im Kronland Küstenland gelegen ist die zweitgrößte Stadt nach Wien im Kaisertum. Hinzu kommt noch als Hafenstadt an der Adria gelegen, die Schiffspost. Weiterhin hat Triest postalisch gesehen das zweitgrößte Postaufkommen im Kaisertum. Auch wurden Abgangs tempel als Ankunftstempel rückseitig benutzt. Das Handbuch umfasst die Vorphilatelie, (ab 1804) sowie die Ausgaben der ersten bis zur fünften Markenserie Österreichs. Die sechste Serie ab 1867, die Ausgabe Kaiser Franz Josef ist schon Kaiserreich, und beinhaltet im Stempel schon einzelne Postämter Triest.

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Gliederung der Stempel „Triest“ - Küstenland

Name Zeit
Vorphilatelie
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Stempellose Zeit ab 1793
Ein- und Dreizeiler 1810-13
Einzeiler 1818
Ovalstempel ab 1819
Doppelkreisstempel ab 1837
 
Markenzeit
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Ovalstempel aus Vorphila ab 1850
Ersttag auf Wappen 01.06.1850
Doppelkreisstempel ab 1830
Schraffenstempel 1850-57
Achteckstempel auf Wappen 1853-55
Einkreisstempel um 1855
Achteckstempel Serie III-V ab 1858
Ovalstempel Serie III-V ab 1861
 
Reco-Stempel
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ohne Jahreszahl Rötelvermerk
Recomandirt ab 1839
Recommandata ab 1851
Kastenstempel 1950-68
Ovalstempel ab 1858
 
Schiffspost (Adria)
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Ein- und Zweizeiler ab 1843
Kastenstempel ab 1851
 
Fahrende Post
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Ein- und Zweizeiler 01.08.1851
Kastenstempel ab 1860
 
Zusatzstempel
Zusatzstempel anzeigen »
alle sonstige auf Brief ab 1850
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Posttarife für Inlandsbriefe ab 1903 Kaisertum

  1. Inlandsbriefe 15.11.1803 – 31.10.1806
  2. Inlandsbriefe 01.11.1806 – 30.09.1810
  3. Inlandsbriefe 01.10.1810 – 14.03.1811
  4. Inlandsbriefe 15.04.1811 – 31.01.1814
  5. Inlandsbriefe 01.02.1814 – 15.05.1815
  6. Inlandsbriefe 16.05.1815 – 31.05.1817
  7. Inlandsbriefe 01.06.1817 – 31.07.1842

x = Kreuzer 1fl = 20 Kreuzer WW bis 1917

Tarife für Inlandbriefe vom 15. November 1803 bis 31. Oktober 1806

  bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
Halbfranko 8x + 8x 16x + 16x 24x + 24x 32x + 32x 40x + 40x 48x + 48x
Franko 12x 32x 48x 1fl 4x 1fl 20x 1fl 36x

Ab 13.3.1806 galt für Salzburg der Inlandtarif, während Tirol und die Vorlande , Venetien, Dalmatien sowie Albanien Ausland wurden, Die Reco-Gebür betrug weiterhin 6 Kreuzer

Tarife für Inlandbriefe vom 1. November 1806 bis 30. September 1810

  bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
Halbfranko 12x + 12x 24x + 24x 36x +36x 48x + 48x 40x + 40x 48x + 48x
Franko 24x 48x 1fl 12x fl 36x 2fl 2fl 24x

Ab 15.12.1809 galten Teile von Krain, das Küstenland, Triest, Görz Galizien und das Innviertel als Ausland.

Tarife für Inlandbriefe vom 1. Oktober 1810 bis 14. März 1811

  bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
bis 4 Posten 8x + 8x 16x + 16x 24x + 24x 32x + 32x 10x 12x
über 4 Posten 16x + 16x 32x + 32x 48x + 48x 64x + 64x 80x + 80x 96x +96x

Die Staatskosten für die napoleonischen Kriege brachten das österreichische Währunssystem arg durcheinander.

Tarife für Inlandbriefe vom 15. März 1811 bis 31. Jenner 1814

Einlösungsscheine bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
bis 4 Posten 4x + 4x 7x + 7x 10x + 10x 14x + 14x 18x + 18x 21x + 21x
über 4 Posten 7x + 7x 14x + 14x 21x + 21x 28x + 28x 35x + 35x 42x + 42x

Ab 23.7.1812 kostete die Receppisse 3x vom Absender und 3x Empfänger.

Tarife für Inlandbriefe vom 1. Februar 1814 bis 15. Mai 1815

Anticipationsscheine bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
bis 4 Posten 4x + 4x 8x + 8x 12x + 12x 16x + 16x 20x + 20x 24x + 24x
über 4 Posten 8x + 8x 16x + 16x 24x + 24x 32x + 32x 40x + 40x 48x + 48x

Die Recogebühr betrug 6x (Kreuzer) vom Absender und 6X WW vom Empfänger.

Tarife für Inlandbriefe vom 16. Mai 1815 bis 31. Mai 1817

Einlösungsscheine bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
bis 4 Posten 6x + 6x 12x + 12x 18x + 18x 24x + 24x 30x + 30x 36x + 36x
über 4 Posten 12x + 12x 24x + 24x 36x + 36x 48x + 48x 1fl + 1fl 1fl 72x + 1fl 72x

Die Recogebühr betrug 6x (Kreuzer) vom Absender und 6X WW vom Empfänger.

Tarife für Inlandbriefe vom 1. Juni 1817 bis 31. Juli 1842

Franco oder Porto bis ½ Lot 1 Lot bis 1½ Lot bis 2 Lot bis 2½ Log 3 Lot
bis 3 Posten 2x 4x 6x 8x 10x 12x
4 – 6 Posten 4x 8x 12x 16x 20x 24x
7 – 9 Posten 6x 12x 18x 24x 30x 36x
10 – 12 Posten 8x 16x 24x 32x 40x 48x
13 – 15 Posten 10x 20x 30x 40x 50x 1fl
16 – 18 Posten 12x 24x 36x 48x 1fl 1fl 12x
über 18 Posten 14x 28x 42x 56x 1fl 10x 1fl 24x

Taxiert wurde meistens auf der Vorderseite erst mit Röteln, später mit Tusche. Reco-Briefe wurden mit dem Nota Bene Zeichen versehen (Zusatsporto).

1 Posten = 2 Meilen = 15 Km = 1x Pferdewechsel bei Reiter oder Kariolwagen.
x = KREUZER = CM = Conventionsmünze, bis 1817 1x CM = 4X WW
Tabelle entnommen aus Postgeschichte von Hubert Jungwirt

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Müller Stempel Abkürzungen Österreich

In der Tabelle   Verzierungen
2979 Müller Nummern Triest   a Österreichisches Wappen (Doppeladler)
B.H. Bahnhof   b zweigartige Verzierung (amtliche Form)
(Kü-I) Küstenland – heute Italien   c geschweifte Linie(n)
P vor dem 1. Juni 1850   o Verzierung nicht anderweitig bezeichnet
a zeitlicher Reihenfolge   p Posthorn
* Stempel aus Vorphilatelie (nur 1850)   s Stern oder Rosette
S Nur im Sommer   w Wellenlinie(n)
Sa Montavona   y Ortsname in der Einfassung oder in einem Band
     
Grundtypen 13 Stück   mit Datumsangabe
B Kastenstempel   f Datumsangabe in Ziffern
C Kreisrunder oder bogenförmiger
Stempel ohne Einfassung
  h zusätzlich Stundenangabe
D Doppelkreisstempel   e zusätzlicher Expeditionsvermerk
F Stempel mit unregelmäßiger Einfassung   y Jahreszahl
H Halbkreisstempel   (M) handschriftliches Datum
K Kastenstempel aufrecht stehend   (A) Ankunftsstempel
L Langstempel   (2T) zwei Typen (Stempel)
O Ovalstempel   (/) mehr als zwei Zeilen
P Ovalstempel aufrecht stehend    
Q Doppelovalstempel   Ausgaben
S Einkreisstempel   I Ausgabe 1850
T Doppelovalstempel aufrecht stehend   II Ausgabe 1858 – 1859
o Stummer Stempel (ohne Inschrift)   III Ausgabe 1860 – 1861
    IV Ausgabe 1863
Schriftart 5 Stück   V Ausgabe 1863 – 1864
e E Gothische Schrift    
g G Groteskschrift   Farben
i I Kursivschrift   b blau (nur Levante)
r R Antiquaschrift   br braun (nur Levante)
s S Schreibschrift   g grün
n Negative Schrift   r rot
ee Verdoppelt   v violett
x Anfangsbuchstabe größer   (2) eckige Klammer zwei Typen
z Läuft nicht Parallel    
    Eigenheiten der Verwendung
Eigenheiten der Einfassung   [x] nur gelegentlich verwendet
2,3,4 zwei-, drei- und vierfache Einfassungslinie   [A] Ankunftsstempel
f Abgeflachtes Oval oder Kasten mit
abgerundeten Ecken, bzw. Seiten
  [ ] 1. Juni und später verwendet
h Abgeschrägte Ecken oder achteckige Einfassung   [a] immer verwendet mit Stempel a
K Geteilter Kreis   [[a]+] Meist gemeinsam mit a
o verzierte Einfassung    
ö Uhrradeinfassung   Stempelbezeichnungen aus Österreich
p Kasten oder Oval mit zugespitzten Enden   P.P. Porto teilweise bezahlt
t Fingerhut kleiner > 20mm   P.D. Porto bezahlt bis Bestimmungsort
u aus waagerechten Balken gebildet   T.S. Transit Sardinien
v aus waager. und senkre. Balken gebildet   DÖPV Deutsch-Österr.-Post-Verein
w Wellenlinien-Einfassung   Francobrief mit Hand-Andreaskreuz
    Portobriefe Halbporto nur schräg Balken
Abkürzungen des Handbuches   15 km = 2 Meilen = 1 Posten
AB Abgangsstempel vorne (auf Marke)      
AN Ankunftsstempel meistens rückseitig      
         
x Kreuzer      
WW Wiener Währung      
CM Conventionsmünze      
Exoffo Dienstlich      
nota bene besonders beachten      
posterestante postlagernde Post      
V.V. Vereinsporto      
V.L.A. Vapore Lloyd Austrico      
B.H. Bahn-Hof      

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Vorphila-Stempel Triest

Die ersten Kaisertum Vorphila-Stempel erschienen nach dem Wiener Kongress 1813. Die Stempel im Handbuch sind in etwa nach Erscheinungsjahr geordnet. Das bedeutet aber keine durchgehende Zuordnung

Stempel in der Markenzeit

Auch hier ist die Reihenfolge nach dem Erscheinen geordnet, Anfangs sind noch Stempel aus der Vorphilatelie registriert. Alle Stempel kommen wieder vor, bei hohem Postaufkommen.

Recommandirt Stempel

Eine Eigenart stellen die Reco.-Stempel dar, sie durften auch auf der Vorderseite zum Entwerten benutzt werden. Einzeiler Recommandirt meist in rot sind Zusatzstempel.

Zusatzstempel und Sonstige

Auf Vorderseite und Rückseite sind möglich. Sie dienten ausschließlich bei weitergaben zur Information und der Behandlung der Briefe. Selten wurden sie als Entwertung benutzt, aber dies war möglich.

Verwendete Informationen

Informationen und Abkürzungen von Müller Stempelkatalog, Ferchenbauer-Handbuch, sowie Literatur von H, Huber, H. Kolbe, Pierpaolo Rupena, Luciano Palacini, Michele Amaroso und Hubert Jungwirt (frühe Philatelie).

Neue Ideen und Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne an! Danke!

Rolf Bolten • An der Josefskirche 5 • 41747 Viersen
Tel.: D-(0)2162-22260 • Mail: boltenrolf@t-online.de

Online-Umsetzung des Poststempel Kataloges: www.stempelteam.de